Die Schweiz steht für Freiheit
Neben dem Sorgenbarometer hat die Credit Suisse heute auch Umfrageresultate zur Schweizer Identität veröffentlicht. Sie sind hier verfügbar. Was sagen uns die Resultate?
positiv:
- Unter den Dingen, für die die Schweiz steht, rangiert die Freiheit/Meinungsfreiheit mit 19% an dritter Stelle (nach Sicherheit/Frieden und Neutralität).
Das ist 8% mehr als im Vorjahr und somit die stärkste Zunahme aller Antwortmöglichkeiten. - Die Bedeutung des Sozialstaats hat abgenommen. Sie ist von 10% auf 8% gesunken.
- 79% sind stolz auf die liberale Bundesverfassung.
- 55% sind stolz auf die Sozialpartnerschaft. Das sind 10% weniger als im Vorjahr.
- Wirtschaftliches Wachstum nennen 14% als wichtigstes Ziel. Es steht an zweiter Stelle, knapp nach der langfristigen Sicherung der AHV (17%).
- Nur 3% nennen die Stabilisierung der Treibhausemissionen als wichtigstes Ziel. Das liegt hinter der Eindämmung der Bundesausgaben (7%) und Reduktion der staatlichen Bürokratie (5%).
- 81% sind der Meinung, die Steuern seien “viel zu hoch” oder “eher zu hoch”.
weniger positiv:
- 53% sind der Meinung, der Staat leiste für die Allgemeinheit “eher zu wenig” oder “viel zu wenig”.
Die SchweizerInnen sind doch erstaunlich liberal.

Auch der letzte Punkt spricht nicht gegen die liberale Grundhaltung. So wie die Frage gestellt wird, meine ich eher, die Leute finden, dass sie zu hohe Steuern bezahlen, im Vergleich zu dem, was sie bekommen. Ich denke, da kommt weniger Staatsgläubikeit als vielmehr die Überzeugung zum Ausdruck, dass der Staat nicht sorgsam mit den Steuermitteln umgeht.
Nun müssten unsere lieben Mitbürger bei Abstimmungen nur ebenso liberal sein…
Comment von CAK — 13.12.05 um 23:19
Dasselbe hab ich mir auch überlegt. Wenn man viel Steuern zahlt, erwartet man auch demenstprechend viel. Und das mit den Abstimmungen ist so eine Sache…
Comment von Bastian — 15.12.05 um 23:04