Sparen?
Wie man bei einem laufend steigenden Budget und ansteigender Staatsverschuldung von “Sparen” reden kann, wissen nur Linke. In Kommentaren (Zeitung, Blog) zum gestrigen Entscheid des Zürcher Kantonsrates kriegen sie es jedenfalls hin. Wie üblich wird der Teufel an die Wand gemalt. Ausgabenkürzungen an allen Ecken und Enden scheinen zu drohen. Irgendwie muss den Bürgern schliesslich Angst eingejagt werden. Sie wären sonst kaum für höhere Steuern zu haben (siehe auch letzter Post). Interessant ist, dass die wirtschaftliche Entwicklung offenbar nicht zu den Prioritäten der linken Kommentatoren zählt. Hingegen sorgt man sich z.B. um teurere Eintritte in der Zürcher Oper. Ein klassisches Beispiel für die Umverteilung von unten nach oben.
Der Geschlossenheit der FDP und dem SVP-Ratspräsidenten ist der erfreuliche Entscheid zu verdanken. Einzig die Freisinnige Andrea Widmer Graf enthielt sich der Stimme. Selbstverständlich ist es keine leichte Aufgabe für die Politiker ein ausgeglichenes Budget zu gestalten. Mit Steuererhöhungen hätte man jedoch den Weg des geringsten Widerstandes gewählt.
Mehr zum Thema bei Sisyphe.

Wenn es nach der weitverbreiteten bürgerlichen Marktlogik geht, dann kann man den Staat tatsächlich abschaffen, der Markt reguliert sich ja von selbst und das noch viel besser und effizienter als der Staat. Um diese kurzsichtige Sichtweise zu rechtfertigen, werden aus Linken Opernhausbesucher gemacht und aus den Reichen vom Staat gebeutelte, arme Schlucker. Man behauptet noch dreister die Linke wolle umverteilung von unten nach oben… Diese Lügen und Auswüchse im der Argumentarium der Bürgerlichen sind höchst bedenklich.
Comment von Robert Keller — 13.12.05 um 23:48