Freie Gedanken

Zuckersüsse Subventionen

von Bastian am 21.12.05

In der Weihnachtszeit verzehren wir kiloweise Schokolade und Süssgebäck. Doch wieso bezahlen wir für ein Kilo Zucker eigentlich das Zehnfache des Weltmarktpreises (1.50 statt 14 Rappen)? Man ahnt es: Der Staat macht’s möglich (bzw. zwingt uns dazu). Avenir Suisse schreibt im aktuellen Informationsbulletin dazu:

2004 zahlte jede Schweizerin und jeder Schweizer eine «Zuckersteuer» von gut 18 Franken. Dafür erhalten sie das Privileg, im Laden den teuersten Zucker der Welt kaufen zu können. Anders gesagt: Die Schweiz könnte für das gleiche Geld Zucker auf dem Weltmarkt kaufen und jedem Rübenbauer 42 000 Franken pro Jahr entrichten.

Immerhin macht die WTO auch hier Druck. Doch die Bauern wehren sich mit dem Argument, sie würden die “Versorgungssicherheit im Kriegsfalle” gewährleisten. Ein ziemlich schwacher Vorwand, um ein öffentliches Interesse zu rechtfertigen. Abgesehen davon, dass dieser Kriegsfall unwahrscheinlich ist, ist ein gleichzeitiger Ausfall der globalen Zuckerproduktion noch viel unwahrscheinlicher. Sollte diese Zuckerknappheit trotzdem drohen, wäre schnell ein findiger Zuckerbauer zur Stelle, den die Aussicht auf das Geschäft seines Lebens veranlasste, wieder Zucker anzubauen. Ganz ohne Subventionen und staatliche Eingriffe.

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