Freie Gedanken

Warum die Linke ob Chávez erschaudern sollte

von Bastian am 25.02.06

Warum sich die Linke in Hugo Chávez wieder einmal die falsche Identifikationsfigur anlacht, erklärt Alvaro Vargas Llosa in diesem Kommentar. Der Experte für sozialistische Führer in Lateinamerika nennt neun Punkte. Besonders brisant: Chávez bastelt an einer Privatarmee abseits der Militärhierarchie. Chávez schränkt die Pressefreiheit ein. Die Armut ist trotz rekordhohem Ölpreis und Wirtschaftswachstum grösser als bei seinem Amtsantritt 1998.

Den anderen lateinamerikanischen Mythos dekonstruiert Vargas Llosa hier: Che - Revolutionary, movie star, killing machine

Che geniesst den Kapitalismus

Enjoy Capitalism! ;-)

5 Kommentare »

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  1. Ich halte Chávez einfach nur für widerlich. Siehe dazu auch mein Posting über seine antisemitischen Tiraden:
    http://myblog.de/libertaer/art/2719420

    Aber eben…

    Comment von gis — 26.02.06 um 20:46

  2. Über seine antisemitischen Äusserungen hatte ich mich auch aufgeregt. Fast noch widerlicher als Chávez selbst scheinen mir, wie du in deinem Post antönst, eigentlich seine europäischen Unterstützer in der Linken und Antiglobalisierungsbewegung.

    Wahrscheinlich braucht man als echter Sozialist solche zwielichtigen Führungsfiguren. Ich kann es nicht nachvollziehen.

    Comment von Bastian — 27.02.06 um 01:18

  3. Zweifellos ein Populist. Er macht die Sache professionell.
    Eher vorbildlich als unabhängiger Macher, sicher nicht als Linker.
    Sein Pro-Christliches Weltbild ist zutiefst lateinamerikanisch, kein Wunder fühlen sich die ehemaligen Nazi-Schergen in Lateinamerika so wohl…
    Die Ressourcen des Landes werden für die Interessen des Landes eingesetzt.
    Sehr etaistisch, aber sehr einleuchtend. Wie soll man Ressourcen fair verteilen? Indem man sie etwa 4 privaten Firmen überträgt und verkündet das sei nun ein freier Markt?

    Comment von Robert Keller — 01.03.06 um 21:47

  4. Ob es richtig ist, die Ölressourcen zu verstaatlichen oder nicht, ist die eine Frage. Ich bin da zugegebenermassen auch skeptisch, was den freien Markt anbetrifft.

    Chávez nutzt die Erträge aus den Ölverkäufen, um in den Markt zu intervenieren (Lebensmittelsubventionen) und entzieht damit privaten Unternehmern ihre Existenzgrundlage. Brachliegende Betriebe werden verstaatlicht. Private Initiative wird damit in ihrem Keime erstickt, ausländische Investitionen verhindert. Das wären die Wege zu mehr Wohlstand. Ausserdem finanziert Chávez eine militärische Aufrüstung und verteilt Geschenke nach Bolivien und in die Bronx. Ob das wirklich im Interesse des Landes ist? In erster Linie wohl im Interesse von Chávez und seinem Machterhalt.

    So gesehen wäre es besser, er verfügte nicht über diese Mittel.

    Comment von Bastian — 01.03.06 um 23:49

  5. Deswegen auch diese Direktdemokratie und dieser Zusprüch der Bevölkerung *gähn*
    Hier wird mal wieder schön alles aus dem Zusammenhang gerissen, wohoo.

    Comment von sfasgsg — 09.06.07 um 01:04

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