Beim Entsorgen älterer (ungelesener
) Zeitschriften fiel mir in der Oktober-Ausgabe des Fortune Magazine ein Gespräch zwischen Bill Gates und Warren Buffet, dem reichsten und dem zweitreichsten Mann der Welt, auf. (Online leider nicht verfügbar). Dabei geht es auch um China und damit zusammehängende Globalisierungsängste in den Industrienationen. Folgendes Statement von Gates fand ich besonders bemerkenswert, so dass ich es hier erwähnen möchte:
It’s too bad that economics isn’t taught or a hobby for lots of people, because you do run into those who seem to say, “There’s only a certain number of jobs.” That’s not the case. Let’s say tomorrow we could decide that everyone in India is as rich as we are. Would the world be a better place? Certainly. Would the U.S. thrive more because of the great products and work that would be done over there? Absolutely. The world getting richer is a great thing. It has been a great thing. It will continue to be.
(Bill Gates, Fortune, October 31. 2005)
Es ist wahr, dass Ablehnung der Globalisierung oft mit ökonomischem Unwissen einhergeht. Auch deshalb, weil in unseren staatlichen Schulen kein Wert auf dieses Wissen gelegt wird. Es ist ohne Probleme möglich, die Mittelschule zu absolvieren, ohne sich jemals mit ökonomischen Zusammenhängen beschäftigt zu haben. (Ich spreche aus Erfahrung.) Dies in einer (halb-)direkten Demokratie, in der häufig an der Urne über wirtschaftspolitische Vorlagen abgestimmt wird. Kein Wunder, dass diesen Teil der Ausbildung dann Organisationen wie “attac” oder die “Erklärung von Bern” übernehmen und ihre protektionistische Propaganda verbreiten.
Ein guter Anfang, wenn man sich damit beschäftigen möchte, wäre sicherlich das Buch “Economics in one Lesson” (Download als PDF, englisch), das mit vielen alten ökonomischen Irrtümern aufräumt. Es gäbe kein anderes modernes Buch, von dem der intelligente Laie so viel grundsätzliche Wahrheiten der Ökonomie in so kurzer Zeit lernen könne, meinte F.A. von Hayek dazu.